"Informationselektroniker/-in"

Video Informationselektroniker

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Informationselektroniker/-innen in Betrieben des Informationstechniker-Handwerks, die Dienstleistungen im Bereich der Unterhaltungselektronik und Datentechnik anbieten, oder bei Herstellern von Bürosystemen.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Informations- und Kommunikationstechnik bis hin zu Normen und Prüfbestimmungen in elektrischen Anlagen.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Informationstechnikermeister/in abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Informations- und Kommunikationstechnik erwerben.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb des Informationstechniker-Handwerks oder des verwandten Elektrotechniker-Handwerks.

Quelle: Berufenet.arbeitsagentur

Qualifizierungsinhalte

  • Grundlagen der Informationstechnik
  • Angewandte Geräte- und Bausteinkunde
  • Demontage von gebrauchten Geräten der Unterhaltungs- und Informationselektronik
  • Signalarten und deren informationstechnische Anwendung
  • Einzelplatzcomputer aufstellen
  • Systemkomponenten installieren und konfigurieren
  • Anwendersoftware installieren
  • Kontrolle und Service komplexer Schalttechnik
  • Netzwerke konzipieren und in Betrieb nehmen
  • Softwareberatung von Kunden
  • Benutzereinweisung und Schulung
  • Geräte und Anlagen der Bürosystemtechnik in Betrieb nehmen und in Netzwerken installieren
  • Vernetzte Bürosysteme planen, aufbauen und einrichten
  • Administration und Fehleranalyse
  • Multimediakomponenten bedarfsgerecht einrichten und nutzen

im Ausbildungsbetrieb

"Hab' schon immer gerne rumgebastelt"

Herr S. ist 36 Jahre alt. Nach der Schule, damals vor rund 20 Jahren, hatte er sofort eine Arbeit als ungelernte Kraft gefunden und war besser bezahlt als mancher Gelernte. Damals wurden Ungelernte noch gesucht. Er hatte alle möglichen Jobs im Lager, im Versandhandel, in der Elektroabteilung. Aber mit der Zeit wurde es schwerer. Dazwischen Zeiten der Arbeitslosigkeit. Und schlecht bezahlte Jobs in der Zeitarbeit. Herr S. hatte schon lange nach einer Möglichkeit gesucht, sich im technischen Bereich weiterzubilden, das machte ihm Spaß. Zuhause hatte er schon immer gerne an Geräten „rumgebastelt“. Und außerdem wollte er einen Abschluss, der ihm eine feste Stelle und eine bessere Bezahlung sicherstellt.

Dann hörte er per Zufall von einem Kollegen, dass das Recyclingzentrum der GWR in Frankfurt eine Umschulung zum Informationselektroniker mit Fachrichtung Bürosystemtechnik anbietet. Nach einem einmonatigen Praktikum war ihm klar: „Das ist es!“ Seine Berufschancen nach Abschluss der 28-monatigen Umschulung sind gut bis sehr gut. Die Ausbildung gefällt ihm: Er darf Geräte auseinander nehmen, sich die Teile genauer anschauen und ausprobieren. Falls dabei etwas kaputt geht, ist das nicht so schlimm, es wird dann recycelt. Zur Berufsschule muss er nicht mehr gehen. Die Theorie, die für die Abschlussprüfung erforderlich ist, „schafft er sich selbst drauf“ vor Ort im Recyclingzentrum mit Unterstützung eines Lernbegleiters.